Kann man mit Kryptowährungen finanziell frei werden?

6
 Minuten Lesezeit

Wir geben dir einen Ausblick, ob man im Jahr 2022 mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum noch finanziell frei werden kann.
Wartest du auf Tipps für den schnellen Reichtum, dann bist du hier falsch. Wir klären auf, wie man mit gezieltem Investment und langem Atem mit Kryptowährungen die finanzielle Freiheit erreichen kann.

Disclaimer: Wir sind keine Anlegeberater und dieser Artikel stellt auch keine Anlageberatung dar.

Schneller Reichtum mit Bitcoin, Ethereum und co.? Wohl kaum!

Der Traum von der finanziellen Freiheit innerhalb weniger Monate oder wenigstens der Kauf eines teuren Autos – für viele ist das die Definition von „schnellem Reichtum“ mit Kryptowährungen.
Viele Projekte versprechen im Krypto-Space genau! Sie locken mit Renditen von mehreren tausend Prozent pro Jahr, das Risiko wird dabei so gut wie immer verschwiegen.

Doch auch so gut sich ein Projekt anhört, den grundlegenden Gesetzen des freien Markts kann dieses dennoch nicht trotzen. Hohe Renditen gehen meist mit einer hohen Inflation des Coins einher, mit der Zeit verliert der Coin also massiv an Wert. Wer zu lange wartet, kann dadurch massiv an Geld verlieren. Die erinnert mehr an Gambling als an seriöses Investment.

Beispiel für hohe Token Inflation anhand von Wonderland (Time)
Quelle: coinmarketcap.com

Schneller Reichtum mit Kryptowährungen ist in der Regel also nicht möglich.

Doch dies bedeutet nicht, dass man mit Kryptowährungen nicht dennoch finanziell frei werden kann, wie wir im folgenden Abschnitt beschreiben.

Ist es möglich finanzielle Freiheit mit Kryptowährungen zu erlangen?

Die kurze Antwort: Ja!
Mit der entsprechenden Sparrate und Investmentstrategie ist es auch im Jahr 2022 noch möglich, mit Kryptowährungen die finanzielle Freiheit zu erlangen
Hierbei kommt es allerdings auf folgende Faktoren an:

  • Zielvermögen für die finanzielle Freiheit
  • Sparrate
  • Investment Zeitraum
  • Risikobereitschaft

Wie du siehst, sind dies die gleichen Faktoren, wie bei einem Investment in Aktien und ETFs. Grundlegend anders ist bei Kryptowährungen nur die Risikobereitschaft: Wenn du verkraften kannst, dass du mit deinem Investment teilweise bis zu 80% oder mehr im Minus sein kannst, ohne in Panik zu verfallen und alles zu verkaufen, dann kannst du in Kryptowährungen investieren. Denkst du, dass du das nicht schaffst, lass am besten die Finger davon – denn sonst verlierst du sehr sicher dein Geld. Ein 80% Rückgang ist bei Kryptowährungen wie Bitcoin schon mehrfach vorgekommen und wird mit ziemlicher Sicherheit wieder eintreten. Stehst du dies durch und investierst auch in dieser Phase, kannst du gestärkt aus dem Bärenmarkt kommen.

Beispiel für hohe Volatität anhand des Cardano Preisentwicklung der letzten Jahre
Quelle: coinmarketcap.com

In dem Artikel „So viel Bitcoin brauchst du, um reich zu werden“ haben wir zudem realistische Beispiele beschrieben, wie viel Kapital man in Bitcoin investieren muss, um auf ein Vermögen von einer Million Euro zu kommen. Ziehe diesen Artikel gerne zu Rate, wenn du deine monatliche Sparrate in Kryptos definierst.

Auf die passende Exit-Strategie kommt es an

Spinnen wir den Gedanken mal etwas weiter und nehmen an, dass du mit deinem Investment in Kryptowährungen deine finanziellen Ziele erreicht hast. Nun stellt sich die Frage: Wie wandelst du dein Kapital wieder um?

Bitcoin-Maximalisten möchten nie wieder aus Bitcoin raus, allerdings gehen wir davon aus, dass du irgendwann daran interessiert bist, dein Kapital wieder auszuzahlen oder zumindest in Aktien, ETFs oder Immobilien umzuschichten, da du deine finanziellen Ziele erreicht hast und dein Kapital in weniger volatilen Assets parken möchtest.

Viele machen den Fehler und überlegen sich keine Exit-Strategie, denn bei ETFs lernt man immer, dass man diese bis zur Rente halten kann. Das stimmt auch, da in einem ETF stehts die „besten“ Unternehmen vertreten sind, und es in dem Index einen Wechsel gibt an Unternehmen, den man selbst als Anleger nicht mitbekommt.

Bei Kryptos hingegen sieht dies anders aus. Man investiert direkt in Kryptowährungen, was vergleichbar mit einem Direktinvestment in Aktien ist – und diese werden nicht einfach mal so ausgewechselt, wenn die Performance nicht genügt.

Man muss sich also frühzeitig Gedanken darüber machen, wann man seine Investment Ziele erreicht hat und darauf basierend auch immer handeln.

Ein Tipp von uns: Ähnlich wie beim Kaufen von Asset kann man auch beim Verkaufen den Cost-Average-Effekt nutzen. Somit verkauft man auf lange Sicht zum Durchschnittspreis und erlebt keine „bösen Überraschungen“.

Auf welche Kryptowährungen sollte man setzen, um finanziell frei zu werden?

Dies ist eine gute Frage, welche nicht pauschal zu beantworten ist. Oft liest man, dass man auf Bitcoin und Ethereum setzen sollte. Dies stimmt auch, da dies die zwei größten Kryptowährungen sind und die größte Chance haben, auch in ferner Zukunft noch von Bedeutung zu sein.

Man sollte dieser Empfehlung allerdings nicht blind folgen, sondern immer (!!!) seine eigene Research machen und sich mit jeder Blockchain genauestens auseinandersetzen. Nur so lernst du über die Stärken und Schwächen des jeweiligen Systems.

Wir empfehlen: Schau dir Layer-1 Blockchains an. Diese bilden die Grundlage für andere Projekte und verfügen somit über ein eigenes Ökosystem.

Schau dir im nächsten Schritt an, welche Vorteile diese gegenüber der Konkurrenz bietet, welche Einzigartigkeiten die Blockchain besitzt und überlege dir, wieso jemand genau die Blockchain wählen sollte, um sein Projekt darauf aufzubauen.

Denn im Grunde kommt es genau darauf an: Je mehr Projekte auf die Blockchain aufbauen, desto mehr Nutzen hat auch der Token und desto mehr nimmt dieser in der Regel im Wert zu.

Fazit

Finanzielle Freiheit mittels Kryptowährungen ist nach wie vor möglich, allerdings nicht so wie es sich viele vorgestellt haben. Man wird etwa nicht über Nacht zum Millionär, sondern das Investment zieht sich über Jahre. Man ist hoher Volatilität ausgesetzt und es ist letztendlich ein Spiel der Emotionen und des Durchhaltevermögens. Hat man allerdings Nerven aus Stahl, sowie die richtige Exit-Strategie, kann man mit Kryptos auch noch 2022 finanziell frei werden – höchstwahrscheinlich sogar schneller als mit einem Investment in Aktien und ETFs.

Hat dir unser Artikel gefallen und du möchtest uns unterstützen?

Dann würden wir uns sehr freuen, wenn du mal bei Buy Me A Coffee vorbeischaust :)