Passives Einkommen mit Kryptowährungen – Die 5 besten Möglichkeiten für 2022 im Überblick

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In den letzten Jahren wurden Kryptowährungen nicht nur immer beliebter, sondern konnten auch viele neue Anwendungsmöglichkeiten erschließen.

Durch die Verbreitung von Proof-of-Stake (PoS) Blockchains, NFTs sowie Decentralized Finance (DeFi) Anwendungen gibt es zudem viele neue Möglichkeiten in dem Space Geld zu verdienen. Wir zeigen dir in diesem Artikel die 5 beliebtesten Möglichkeiten, wie auch du passives Einkommen mit deinen Kryptowährungen erzielen kannst.

Passives Einkommen durch Staking von Kryptowährungen

Die erste Möglichkeit für passives Einkommen ist das sogenannte Staking.

Bei diesem stellst du deine Anteile an einer Währung dem Netzwerk zur Verfügung, um dessen Fortbestand zu sichern (ähnlich wie beim Mining bei Proof of Work). Als Gegenleistung bekommst du Rewards in Form von neuen Coins, je nach Kryptowährung variieren die Staking Rewards allerdings stark. So schwanken z.B. Ethereum und Cardano um die 5-7% jährliche Rendite, während andere Blockchains Renditen von über 50% anbieten. Hier gilt allerdings zu beachten, dass bei so hohen Rewards oftmals viele neue Coins ausgegeben werden, was zu einer hohen Inflation führt.

Mögliche Gefahren beim Staking

Je nach Kryptowährung musst du deine Coins auf Staking Adressen einzahlen und erhältst dann nur noch einen Nachweis über die Höhe deiner Einzahlung. Sollte ein Angreifer es schaffen, den Smart Contract zu hacken, welcher die gestakten Coins verwaltet, kann es sein, dass deine Funds verloren sind.

Eine weitere Gefahr liegt im den Staking Prozess selbst. Du kannst deine Coins nicht direkt staken, sondern musst diese an sog. Validatoren weitergeben, welche die Infrastruktur für das Staking bereitstellen. Fällt dieser aus oder agiert nicht im Sinne des Netzwerks, kann es sein, dass das Netzwerk ein Teil oder sogar alle Coins vernichtet, welche dem Validator zugeordnet sind – darunter auch deine Anteile. Diese Gefahr stufen wir allerdings als sehr gering ein.

Möchtest du mehr zum Staking Prozess erfahren? Dann schauen gerne bei unserem Artikel „Was ist Staking? Passives Einkommen auf deine Kryptowährungen“ vorbei!
Zudem solltest du in Deutschland immer das aktuelle Steuergesetzt im Auge behalten. In unserem Artikel „Staking und Steuern – Was muss ich beachten?“ erklären wir dir alles.

Passives Einkommen durch Lending von Kryptowährungen

Ähnlich wie beim Staking lässt du auch beim Lending deine Anteile für dich arbeiten, indem du zu diese an andere Personen verleihst. Ähnlich wie beim traditionellen Finanzsystem bekommst du für das Verleihen Zinsen in Form neuer Anteile.

Mögliche Gefahren bei Lending

Beim Staking gibt es zwei große Gefahren. Zum einen musst du entweder auf zentral verwaltetet Lending Plattformen vertrauen oder auf dezentrale Smart Contracts setzen, bei denen du hoffen musst, dass sie keinen Fehler haben.

Ein weiteres Risiko liegt in der Natur von Kryptowährungen. Man kennt sein Gegenüber nicht und muss sich rein auf die Technik verlassen. Das ist im Grunde nichts Schlechtes, denn dein Gegenüber muss somit für den Wert, für den er sich Tokens leihen möchte, Sicherheiten in Form von anderen Tokens hinterlegen.

Verlieren die hinterlegten Sicherheiten schneller an Wert als die geliehen Coins, kann es für dein Gegenüber unrentabel sein, dir deine Anteile wieder zurück zu geben – somit kannst du auch hierbei Geld verlieren.

Passives Einkommen durch das Erstellen von NFTs

Eine relativ neue Möglichkeit, im Krypto-Universum passives Einkommen zu generieren, ist das Erstellen von digitaler Kunst in Form von NFTs. Die Crypto Punks und die NFTs des Bored Ape Yacht Clubs sind hier nur ein paar Beispiele.

Ein häufiger Irrglaube ist, dass man nur bei dem initialen Verkauf eines NFTs Gewinn machen kann. Dies ist allerdings nicht der Fall, denn man kann in einem NFT selbst hinterlegen, dass man für jeden Verkauf (auch wenn man nicht daran beteiligt ist), eine Provision erhält.

Mögliche Gefahren bei NFT erstellen

Das Erstellen von NFTs stellt erst einmal keine Gefahr da, allerdings benötigt man hierfür großes Geschick, eine lange Vorlaufzeit und auch etwas Geld. Zudem ist der Wert eines NFTs sehr stark von der Blockchain abhängig. NFTs auf der Ethereum Blockchain sind aktuell am beliebtesten, allerdings ist auch die Gebühr bei Ethereum für das Erstellen aktuell sehr hoch (ca. 80$) und man benötigt für den Erfolg meist eine ganze Reihe an unterschiedlichen NFTs, damit diese gehandelt werden.

Dies kostet nicht nur enorm viel Zeit, sondern geht durch das Erstellen der verschiedenen NFTs auch stark ins Geld.

Passives Einkommen durch Yield Farming

Yield Farming ist ebenfalls eine interessante Art des Passiven Einkommens bei Kryptowährungen, welche durch die Verbreitung von Dezentralen Börsen wie Uniswap an Bekanntheit gewonnen hat.

Beim Yield Farming stellst du Liquidität in Form einen Token-Paares bereit.

Als Beispiel: Du besitzt Bitcoin und Ethereum. Damit nun andere Teilnehmer, Bitcoin in Ethereum tauschen können und umgekehrt, müssen ausreichend viele Tokens in dem Pool vorhanden sein. Und genau das machst du bei Yield Farming: Liquidität für den Pool bereitstellen. Im Gegenzug erhältst du pro Trade eine kleine Gebühr, welche dann an alle Personen verteilt werden, die Liquidität für diesen Pool bereitstellen.

Mögliche Gefahren beim Yield Farming

Bei Yield Farming gibt es zwei große Gefahren. Die erste Gefahr nennt sich „Impermanent Loss“. Man muss in einen Pool immer beide Währungen in gleichem Verhältnis (50:50) einlegen, steigt oder fällt nun eine Währung stärker als die andere, verschiebt sich das Verhältnis und man dadurch Geld verlieren.

Das zweite ist die Gefahr eines Rug Pulls. Manche Pools auf unbekannten Dezentralen Exchanges bietet unglaublich hohe Renditen von 300% pro Jahr und mehr. Dies kann zum einen daran liegen, dass noch nicht viel Liquidität im Pool ist, zum anderen kann es allerdings auch ein möglicher Rug Pull sein. Bei diesem ziehen die Entwickler alle Ressourcen des Pools ab und machen sich über alle Berge. Du verlierst somit deine gesamte Investition. Wir empfehlen dir daher, dich immer an bekannte dezentrale Exchanges zu halten und unbekannte Börsen zu meiden.

Passives Einkommen durch Token Redistribution

Eine weitere Möglichkeit, welche wir mit dir teilen möchten, ist die Möglichkeit für passives Einkommen durch Token Redistribution. Dies ist zugegeben eher ein Nischenprodukt, allerdings versprechen Projekte wie SafeMoon, dass bei jeder Transaktion ein Teil der Gebühren an bestehende Nutzer verteilt wird. Du kannst somit nur durch das Halten der entsprechenden Währungen passives Einkommen verdienen.

Mögliche Gefahren bei Token Redistribution

Um hiermit passives Einkommen zu generieren, muss man zuerst die Kryptowährung kaufen. Dies ist oftmals mit sehr hohen Gebühren verbunden von bis zu 10% bei Kauf und Verkauf. Da die Gebühren so hoch sind, ist es fraglich, ob die erwirtschafteten Rewards jemals die Transaktionskosten übersteigen.

Zudem sind diese Projekte meist kleiner und leben nur von dem Hype – und der hält bekanntlich nicht sonderlich lange an. Es ist also ebenfalls sehr fraglich, ob der Preis nach einigen Wochen und Monaten noch ansatzweise so hoch ist.

Diese Art von passivem Einkommen ist für uns reine Spekulation und sollte nicht für seriöse Anlagen verwendet werden.

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