Was ist MetaMask?

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Wer sich mit Kryptowährungen beschäftigt, stößt bei der Recherche nach einer gewissen Zeit unweigerlich auf die Open Source Software MetaMask. Was es mit dieser auf sich hat, welche Funktionen sie beinhaltet und welchen Mehrwert sie bietet, klären wir in diesem Artikel.

Welche Funktionen bietet MetaMask?

Bei MetaMask handelt es sich um eine beliebte (Software-) Wallet für Kryptowährungen, mithilfe welcher man mit der Ethereum Blockchain interagieren kann. Sie verwaltet die privaten Schlüssel und erlaubt das Verwahren sowie Handeln aller Ethereum-basierten Tokens. Hierunter zählen nicht nur fungible Währungen wie z.B. Ether selbst oder alle ERC-20 Tokens, sondern es können auch non-fungible Tokens wie NFTs verwaltet werden.
MetaMask ermöglicht somit eine einfache Anbindung an dezentrale Anwendungen und Smart Contracts, und dient damit als Schnittstelle zwischen Nutzer und Blockchain.
Die App wird als Browser Extension angeboten und ist für Chrome, Firefox, Edge sowie Brave verfügbar. Zudem gibt es jeweils eine App für Android und iOS, allerdings bietet MetaMask bei diesen keine Unterstützung für Hardware Wallets wie Ledger oder Trezor.
Die Wallet konnte in den letzten Jahren stark an Popularität gewinnen, während im Oktober 2020 noch die Marke von einer Million monatliche Nutzer geknackt wurde, konnte MetaMask im April 2021 bereits über 5 Millionen monatliche Nutzer verzeichnen. Dieser Zuwachs ist zum einen auf die stark gestiegene Nachfrage von Ethereum in den letzten Monaten zurückzuführen. Zum anderen spielt auch die Binance Smart Chain eine wichtige Rolle, denn diese konnte ebenfalls stark an Bekanntheit gewinnen. Da diese vom Aufbau und Funktionsweise der Ethereum Blockchain sehr ähnlich ist, reicht es für die Nutzung der Binance Smart Chain in MetaMask ein paar Parameter umzustellen. All dies macht MetaMask neben TrustWallet zu der Go-To Lösung für die Interaktion mit der Binance Smart Chain.

Vorteile von MetaMask

  • Einfaches Empfangen, Versenden sowie Verwahren von Coins
  • Intuitive Benutzeroberfläche
  • Einfache Interaktion mit Ethereum / Binance Smart Chain
  • Vergleichsweise einfache Umstellung auf die Binance Smart Chain
  • Kompatibel mit vielen anderen Services wie Uniswap und PancakeSwap
  • Verknüpfung von Hardware Wallets für extra Schutz

Nachteile von MetaMask

  • Einfaches Empfangen, Versenden sowie Verwahren von Coins
  • Möglicher Verlust der eigenen Bestände durch Diebstahl, da reine Software-Wallet
  • Unterstützt standardmäßig nur Ethereum -> Binance Smart Chain muss manuell konfiguriert werden
  • Nicht alle Versionen bieten die Integration von Hardware Wallets

Sollte man MetaMask als Wallet verwenden?

Viele nutzen MetaMask ebenfalls als Wallet für die Verwahrung von ihren Tokens. Dies hat den Vorteil, dass diese nicht mehr bei zentralen Anbietern wie Binance oder Coinbase liegen, sondern man selbst die volle Kontrolle über seine Bestände hat.
Hierzu wird bei dem initialen Setup von MetaMask eine 12-stellige Seedphrase generiert, welche man sich unbedingt notieren muss. Aus diesem generiert MetaMask dann alle weiteren Key wie den Privat Key und die Wallet Adressen. Die 12-stellige Seedphrase bildet somit den Zugang zu der eigenen Wallet und darf niemals verloren gehen, sonst sind die eigenen Bestände für immer verloren. Dies ist bei der Verwahrung von Kryptowährungen allerdings nichts neues...
Das Problem bei MetaMask liegt allerdings darin, dass die Seed Phrase im Falle einer Wiederherstellung im Klartext auf dem PC eingegeben werden muss, um wieder an seine Bestände zu kommen. Über Schadsoftware kann ein Angreifer diese nun mitlesen, bekommt vollen Zugriff auf die eigenen Kryptos und kann mit diesen machen was er möchte.

Unser Tipp: Verwende MetaMask niemals für die Verwahrung deiner gesamten Bestände, sondern nur für Anteile, welche du bereit bist zu verlieren. Speichere die Seedphrase zudem niemals auf dem PC, sondern immer offline wie z.B. auf einem Blatt Papier. Schreibe diese auch von Hand auf und nutze keinen Drucker o.Ä. da auch dort Schadsoftware installiert sein könnte bzw. der Cache ausgelesen werden könnte (auch noch Monate nach dem eigentlichen Druck).
Auf Nummer sicher gehst du, wenn du deine Bestände auf einer Hardware Wallet sicherst wie z.B. Ledger oder Trezor. Diese kannst du ebenfalls mit MetaMask verbinden. Somit kannst du die Vorteile von MetaMask nutzen und hast gleichzeitig die Sicherheit einer Hardware Wallet.

Aber Achtung: Auch hier empfehlen wir die Hardware Wallet immer nur direkt vom Hersteller zu beziehen, das somit das Risiko vermieden werden kann, dass diese durch Drittanbieter bereits verändert wurde. Ganz auf Nummer sicher gehst du, wenn du zudem deine Seedphrase nicht auf einem Blatt Papier speicherst, sondern eine feuerfeste Lösung wählst, aber das ist Thema für einen anderen Artikel…

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