Ist SafeMoon seriös oder ein Scam?

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SafeMoon: Überblick

SafeMoon (SAFEMOON) ist ein relativ neues Projekt, welches erst Anfang März 2021 ins Leben gerufen wurde. Das erklärte Ziel der Gründer ist es, alle Investoren „sicher zum Mond zu bringen“ – was gleichgestellt werden kann mit einem Versprechen, dass Investoren mit SafeMoon sicher Geld verdienen werden.
Wir gehen in diesem Artikel genauer auf das Versprechen ein, schauen uns die Tokenomics an und geben eine Einschätzung, ob das Versprechen wirklich gehalten werden kann.

Was ist SafeMoon? Tokenomics

SafeMoon hat ein Token Supply von exakt einer Billiarde (1.000.000.000.000.000) Tokens. Im Vergleich zu anderen Kryptowährungen ist dies ein extrem hoher Supply, was dazu führt, dass ein Token alleine einen sehr geringen Wert hat. Die Entwickler haben zu Beginn allerdings bereits 23,3% den gesamten Supply verbrannt, das entspricht 223 Milliarden Tokens – dies soll das Vertrauen der Nutzer stärken, allerdings kann dies als ein Tropfen auf den heißen Stein angesehen werden, da immer noch 777 Mrd. Tokens vorhanden sind und das Verbrennen vor dem Initial Coin Offering stattgefunden hat und somit die Kurse in keiner Weise beeinflusst hat.

Schauen wir uns aber nun genauer an, welche Maßnahmen die Gründer getroffen haben, um ihr Versprechen, alle sicher auf den Mond zu bringen, halten zu können:

Das SafeMoon Protocol, welches in einem Smart Contract hinterlegt ist, sieht vor, dass bei einer Transaktion 10% des Transaktionsvolumens an Gebühren fällig werden. Kauft man also SafeMoon für 100€ bekommt man nur Tokens im Wert von 90€.
Dies klingt erstmal viel, und ja das ist es auch – denn für den Verkauf der Anteile fällt die gleiche Gebühr erneut an. Allerdings verleitet die hohe Gebühr auch dazu, nicht mit dem Token zu zocken, weil man sonst sehr schnell sehr viele Gebühren bezahlen muss. Der Spruch „Hin und her macht Tasche leer“ trifft hier also im wahrsten Sinne des Wortes zu.

Wohin gehen die 10% Gebühr pro Transaktion?

Das SafeMoon Protokoll teilt die Gebühr wie folgt auf:

5% werden an bestehende Nutzer übertragen
5% werden nochmals 50/50 gesplittet

  • Die erste Hälfte (2.5%) fließt direkt an die Entwickler, um zukünftige Entwicklungen zu finanzieren
  • Die zweite Hälfte wird in den Liquidity Pool auf PancakeSwap hinterlegt

Schauen wir uns nun mal die verschiedenen Bestandteile der Gebühr genauer an:

5% Umverteilung an bestehende Nutzer

Diese Gebühr soll die Nutzer motivieren, ihre Anteile auf lange Sicht zu halten, denn durch die Umverteilung profitiert man von dem Handel anderer Investoren und erhält somit kontinuierlich passives Einkommen in Form von neuen Tokens. Dies alleine führt allerdings zu keiner Reduktion des Supplys, da die Coins lediglich an andere Nutzer übertragen werden, welche diese ebenfalls ausgeben können.
Es gibt jedoch einen Faktor, welcher den Supply dauerhaft reduziert, nämlich das initiale Burning von 223 Mrd. Tokens.  Die verbrannten Tokens lagern auf einer toten Adresse, welche ebenfalls bei der Umverteilung berücksichtig wird – dies führt dazu, dass etwas mehr als 1% des Transaktionsvolumens für immer vernichtet ist. Auf Dauer wird somit der Supply reduziert, was sich langfristig durchaus auf den Kurs auswirken kann!

2.5% Gebühr für die Entwickler

Generell ist es von Vorteil, wenn Entwickler über die nötigen Mittel verfügen, um ein Projekt weiterzuentwickeln. Somit wird das Ökosystem erweitert und im Besten Falle führen diese Maßnahmen zu einer Steigerung der Nachfrage.
Doch welche Weiterentwicklungen kann man bei SafeMoon erwarten? Zu den Plänen gehört eine eigene Wallet-App, eine dezentrale Handelsbörse sowie eine eigene Hardware Wallet.
Bis auf eine Registrierung für den Beta-Zugang zu der Wallet, steht allerdings noch in den Sternen was von den Plänen wirklich umgesetzt wird. Genaueres zu den Zukunftsplänen findet ihr hier: https://safemoon.net/products

2.5% Gebühr für den Liquidity Pool

Ein Liquidity Pool enthält ein Währungspaar wie z.B. SafeMoon/BNB. Kauf man nun für einen bestimmten Betrag an BNB neue SafeMoon Tokens, wird der Trade gegen den Pool ausgeführt und das Verhältnis von SafeMoon/BNB verändert sich. Hierdurch wird der Preis gebildet.
Die 2.5% Gebühr sorgt nun dafür, dass immer ausreichend Liquidität in dem Pool ist. Dies führt dazu, dass Preisschwankungen in beide Richtungen minimiert werden, und soll den Preis auf lange Sicht stabilisieren.

Wo kann ich SafeMoon kaufen?

Bei SafeMoon handelt es sich um ein Projekt auf der Binance Smart Chain. Dies bedeutet, dass man für den Kauf eine dezentrale Börse auf der Binance Smart Chain benötigt. Hierfür bietet sich PancakeSwap besonders an, da es die größte und bekannteste DEX auf der Binance Smart Chain ist.
Zur Speicherung benötigst du zudem eine Wallet. Hierzu empfehlen wir dir MetaMask. Dies ist zwar ursprünglich eine Ethereum Wallet, allerdings lässt sich diese sehr einfach auf die Binance Smart Chain umstellen, wie wir in unserem Artikel "Binance Smart Chain mit MetaMask verbinden" erklären.

Ist SafeMoon ein Scam oder Seriös?

Die wichtigste Frage, welche du dir jetzt bestimmt stellst: Ist SafeMoon nun ein Scam oder nicht?
Seien wir mal ehrlich, auf den ersten Blick klingt das Projekt wie ein Scam – denn zu versprechen, dass man mit seinem Investment „safe auf den Mond“ kommt, kann nicht gehalten werden, denn mit jedem Gewinn geht auf lange Sicht auch ein Verlust auf der anderen Seite einher.
Betrachtet man aber nun die Tokenomics von SafeMoon, merkt man, dass durch die Maßnahmen der Supply tatsächlich mit der Zeit reduziert wird, was in der Praxis bei gleichbleibender Nachfrage den Preis in die Höhe treiben sollte. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die SafeMoon Entwickler es mit den weiteren Entwicklungen ernst nehmen und mehr präsentieren als eine geschlossene Beta.
Ist SafeMoon nun ein Scam? Schwer zu sagen, das wird einem nur die Zukunft zeigen. Aber eines ist sicher: Schaut man sich den Chart an, wird klar, dass es nicht jeden Investor „safe“ zum Mond bringt.

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